Was sollte ich über Cannabis wissen?

Cannabis ist der lateinische Name für Hanf. Der Hauptwirkstoff ist THC = Tetrahydrocannabinol. Er verändert die Wahrnehmung. Cannabis kann als Joint (vermischt mit Tabak) bzw. mit speziellen Pfeifen (z.B. Bong) geraucht, mittels Vaporizer verdampft, oder mit Nahrungsmitteln vermischt und gegessen werden (Kuchen, Kekse).

Marihuana: Das sind die getrockneten Blüten und Blätter der Hanfpflanze. Andere Bezeichnungen sind „Gras“, „Weed“, „Ganja“.
Haschisch: Das ist das getrocknete Harz aus den Drüsenhaaren der weiblichen Pflanze. Andere Bezeichnungen sind „Shit“, „Piece“, „Hasch“, „Dope“.

„Angenehme“ Wirkungen können sein: Entspanntheit & Ausgeglichenheit, starke Hoch-Gefühle, Gesprächigkeit, intensivere Wahrnehmung. „Unangenehme“ Wirkungen können sein: Ruhelosigkeit, Angst & Panik, Sinnestäuschungen, Orientierungsverlust

Durch Züchtungen hat sich der THC-Gehalt in den letzten Jahren in vielen Cannabis-Pflanzen stark erhöht. Die Wirkung ist in vielen Fällen nicht mehr mit früheren Jahren vergleichbar. Die Gefahr von Überdosierungen und negative psychische Wirkungen wächst dadurch. Die Wirkung von Cannabis tritt beim Inhalieren direkt nach dem Konsum ein. Beim Essen von Keksen tritt die Wirkung verzögert ein, kann stärker sein und ist schwerer zu dosieren (Gefahr der Überdosierung).

Informationen für Jugendliche und Eltern zu Cannabisprävention:→ www.cannabispraevention.de

Was sollte ich über Tabak wissen?

Tabak kann in Form von Zigaretten, Zigarren, Zigarillos, Feinschnitt („Selbstgedrehte“), Pfeifen, Wasserpfeifen, Tabakerhitzern, Schnupftabak oder Kautabak konsumiert werden. Chemisch betrachtet ist Tabak ein komplexes Gemisch aus über 5.300 Substanzen. Darunter befinden sich zahlreiche giftige und krebserzeugende Stoffe. Nikotin ist dafür verantwortlich, dass Tabak süchtig macht.

Jeder Konsum von Tabak ist schädlich für die Gesundheit. Jeder Konsum von Tabak kann süchtig machen.

E-Zigaretten und vergleichbare Produkte ahmen echte Tabakprodukte nach. Sie enthalten teilweise Nikotin, teilweise krebserregende Zusatzstoffe. Es ist noch nicht vollständig untersucht, welche genauen schädigenden Wirkungen sie haben. Sicher ist: Sie verharmlosen Rauchen als gesellschaftlich akzeptables Verhalten und sind häufig der Einstieg zum Zigarettenkonsum. Das Jugendschutzgesetz legt in §10 fest, dass die Abgabe von Tabakwaren aller Art an Jugendliche – bis zu ihrer Volljährigkeit – verboten ist. Der Konsum in der Öffentlichkeit ist ebenfalls verboten.

Was sollte ich über Alkohol wissen?

Alkohol ist ein Zellgift, das fast alle Organe im Körper schädigt und beispielsweise Herzmuskel- und Krebserkrankungen verursachen kann. Schon bei relativ geringen Mengen lassen z. B. die Sehfähigkeit und die Bewegungskoordination nach. Jeder Alkoholkonsum ist bei Kindern und Jugendlichen schädlich für die Entwicklung von Gehirn und Organen. Das kann z.B. zu einer verringerten Leistungs- und Lernfähigkeit äußern. Alkohol beeinflusst die Zentren des Gehirns, die das Bewusstsein und die Gefühle steuern und wirkt dort zunächst anregend.

Mit zunehmendem Alkoholgehalt wird das Gefühl der Leichtheit und Entspannung durch stumpfe Betäubung abgelöst. Die persönliche Hemmschwelle wird niedriger und man traut sich Dinge zu tun oder zu sagen, die im nüchternen Zustand so nicht denkbar wären. Alkohol wirkt enthemmend. Das kann zu aggressivem Verhalten führen oder das Unfallrisiko steigern. Das Jugendschutzgesetz legt fest, welche Bestimmungen für den Verkauf und Konsum von Alkohol bei Jugendlichen gelten.